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Der Bergrutsch
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Aufgaben Historie Frühwarnsystem 1 Frühwarnsystem 2
stabile Kammbereiche instabile Kammbereiche Wiederaufnahme
Stabile (grün) und instabile Kammbereiche (rot)
Überwachung - Ergebnisse instabile Kammbereiche
Nach Aufarbeitung der seit 2005 erhobenen Daten sowie den darauf aufbauenden Standsicherheitsberechnungen kommt das Gutachterbüro geo-international zu dem Schluss, dass es sich neben dem Bergrutsch-Bereich auch bei dem westlich angrenzenden Bereich bis hin zur Messingsberger Tiefenhöhle um ein aktives Rutschareal handelt. Beide Bereiche sind in oben stehender Karte rot umrandet.
Erste Konsequenz (bereits im Januar 2005) aus dieser Analyse war die Empfehlung, ein Kontroll- und Frühwarnsystem mit einem permanenten Monitoring zu installieren, das beim Überschreiten kritischer Grenzwerte von Gebirgsbewegungen automatisch Warnmeldungen erzeugt. Dieses Frühwarnsystem wurde daraufhin im Frühjahr 2005 im Auftrag der NNG installiert und anschließend in Betrieb genommen. 

Im Bereich des Bergrutsches werden die Gebirgsbewegungen an vier Messbrücken über den Spalten des Restgebirges und an zwei Messpunkten an den Klippen regelmäßig gemessen. Die Messergebnisse der letzten zwei Jahre zeigen, dass die Auflockerung und Entfestigung des Restgebirges weiter fortschreitet.
- Die maximale Deformationsrate beträgt mehrere Zentimeter pro Monat (Messbrücke 71).
- Es besteht eine zunehmende Gefahr des Abstürzens und Abgleitens von Gebirgsmassen bis zu mehreren 10.000 m³. 
Die Zufahrtswege im unteren Teil des Geröllfeldes werden dadurch jedoch nicht gefährdet. Eine ausreichende Betriebssicherheit ist auch bei Teilausbrüchen und Felsgleitungen für den Steinbruchbetrieb gegeben.
- Durch die zunehmende Auflockerung des Gebirges im Bereich der Klippen ist die Südseite des Messingsberges steinschlaggefährdet (ermittelt durch Steinschlagsimulation und Fallversuche). Entsprechende Schutzzäune zur Absperrung sind errichtet.
- Eine Sicherung dieses Kammabschnittes ist notwendig.

Im Bereich westlich des Bergrutsches bis zur Messingsberger Tiefenhöhle werden die Felsbewegungen über das permanente Monitoring des Frühwarnsystems überwacht. Hier werden Bewegungen durch zwei Extensometer und zwei Fissurometer gemessen. Ergänzend wird die Spaltenbreite der Messingsberger Tiefenhöhle regelmäßig an 6 Messbrücken kontrolliert. Die Messergebnisse zeigen, dass sich die Gebirgsverformungen an der Messingsberger Tiefenhöhle mit Bewegungsraten bis 2,5 mm/Monat fortsetzen.
 
- In diesem Kammabschnitt ist auch mit Felsausbrüchen und Felsgleitungen zu rechnen. Teilausbrüche sind möglich.
- Bei einer mit der Felsrutschung vom 11.12.2004 vergleichbaren Felsgleitung wird durch die hier vorhandenen Vorschüttungen und die Geländeform im Vorfeld (aufgrund geringerer kinetischer Energie) die Ausbreitung der Gleitmassen erheblich geringer sein.
- Durch das Frühwarnsystem und die Einrichtung von Schutzzonen ist eine ausreichende Betriebssicherheit gewährleistet.
- Eine Sicherung dieses Kammabschnittes ist notwendig.