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Steinbruch Steinbergen
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Großkluft (braun), die die Abbauwand spitzwinkling  schneidet, Südwand des Steinbruches
Steinbruch Steinbergen - Geologie 3: Klüftung
Praktisch alle Gesteine der Erdkruste werden von natürlichen Rissen durchsetzt, die von Geowissenschaftlern als Klüfte bezeichnet werden. Klüfte zerlegen Gesteinsschichten in kleinere oder grössere Schollen, je nach Zahl und Größe der vorhandenen Klüfte. In Kalkgesteinen wie am Messingsberg bilden Klüfte meist Scharen mehr oder minder paralleler Trennflächen, die manchmal "wie mit dem Messer geschnitten" erscheinen (Foto rechts) und annähernd senkrecht zu den Schichtflächen orientiert sind. In den Klüften zirkulierendes Grundwasser kann für Verkarstungserscheinungen, Kalkausfällungen oder auch Verfärbungen durch Eisen-Minerale sorgen, anhand derer Klüfte leicht zu erkennen sind (Bild oben).
Im Kammbereich des Messingsberges ist die Hauptrichtung der Klüfte Westnordwest-Ostsüdost. Sie verlaufen damit spitzwinklig zur Felswand. 
 
Wenn Gesteinsschollen auf geneigten Schichtflächen ins Rutschen kommen, können sich Klüfte zu mehr oder minder breiten Spalten erweitern. Diesem Mechanismus (siehe Grafik) verdanken auch die Spalten ihre Entstehung, die im Zuge der Felsrutschung vom Dezember 2004 entstanden sind, ebenso wie die bekannten und untersuchten älteren Höhlen, die im ® westlichen Kammbereich des Messingsberges kartiert wurden.
Schar paralleler Klüfte